Fotografiecollage vom Städel Museum Frankfurt / schneider+schumacher 2026 Hahnemühle Photo Rag® Pigmentdruck, 120 x 120 x 7,5 cm, Ex. 2/3 + 2 AP gerahmt mit entspiegeltem Museumsglas mit 70 % UV-Schutz in amerikanischer Eiche
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Der in Bilbao lebende spanische Künstler entwickelt seine dreidimensionale Fotokunst aus einer präzisen Auseinandersetzung mit musealer Architektur als kulturellem, räumlichem und institutionellem Konstrukt.
Mit einer analogen Hasselblad Kamera bereist er international bedeutende Kunstmuseen und fotografiert sowohl deren äußere Hülle als auch die Innenräume – Bauten, entworfen von Architekten wie Zaha Hadid, Rem Koolhaas, David Chipperfield, Amanda Levete, Frank Gehry, Italo Rota oder Tadao Andō.
Das Frankfurter Städel Museum – von der figurativen Fotografie zum abstrakten Bildraum
Das Ausgangsbild entstand 2024 als analoge Fotografie des Künstlers während seines ersten Besuchs in Frankfurt anlässlich seiner ersten Einzelausstellung bei Schlieder Contemporary, als er die Museen der Stadt erkundete.
Die Fotografie zeigt den Aufgang zur Dachterrasse des Städel Museums Frankfurt – einen architektonischen Übergangsraum, geprägt von Kurven, Negativformen und Lichtflächen. Entworfen wurde dieser Bereich vom Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher, das auch für den Erweiterungsbau des Museums verantwortlich ist.
In der formalen Spannung dieser Treppensituation erkannte Grijalvo eine überraschende visuelle Nähe zu Pablo Picassos „Weinende Frau“ aus dem Jahr 1937 – einer Figur, der Picasso eine ganze Serie von Ölgemälden widmete. Dargestellt ist Dora Maar, Picassos Gefährtin und Muse, deren verzerrtes Gesicht zum Sinnbild existenzieller Trauer wurde.
Picasso verwandelte das ursprünglich religiös konnotierte Motiv von Leid und Akzeptanz in ein kraftvolles politisches Symbol: das Bild einer Mutter, deren Kind durch die Gräueltaten des Krieges getötet wurde. Entstanden vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs, verdichtet die „Weinende Frau“ persönliches Leid zu einer universellen Anklage gegen Gewalt und Zerstörung.
Die fragmentierte Geometrie und die dynamische Überlagerung der Formen fanden in Grijalvos fotografischer Beobachtung eine zeitgenössische Entsprechung.
Diese Assoziation wurde zum Ausgangspunkt für ein neues Werk. Aus der fotografischen Beobachtung eines realen Museumsraums entwickelte Grijalvo eine collagierte Bildarchitektur, in der sich zeitgenössische Museumsarchitektur und kunsthistorische Referenz überlagern. Das Werk lässt sich als visuelle Transformation eines Ortes des Betrachtens verstehen – vom architektonischen Raum hin zu einer abstrahierten, erinnerungsgetragenen Bildstruktur.
Patrik Grijalvo: „Städel Museum Frankfurt / schneider+schumacher“ 120 × 120 cm
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