top of page

Hilde Trip – zeitgenössische Naturkunst 

Pusteblumen Kunstwerk Hilde Trip bei Schlieder Contemporary

Videoportrait über die Naturkünstlerin Hilde Trip

Schillernde Pfauenfedern, ephemere Pusteblumen, dickadrige Blätter und wilde Gräser – arrangiert zu präzisen, kontemplativen Kompositionen: Die niederländische Künstlerin Hilde Trip schafft zeitgenössische Kunstwerke aus natürlichen Materialien, in denen Vergänglichkeit, Schönheit und Struktur in ein sensibles Gleichgewicht treten.

Kunstwerke von Hilde Trip und Ausstellungsansichten

Künstlerische Position​

Hilde Trips Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Natur, Kunstgeschichte und zeitgenössischem Design. Ihre Werke entstehen aus gesammelten Materialien wie Pusteblumen, Samen, Federn oder Blättern, die sie in den unterschiedlichen Jahreszeiten eigenhändig auswählt, trocknet und konserviert. Durch einen präzisen Prozess der „Re-Organisation“ verwandelt sie organische Fragmente in beständige Kunstobjekte und raumgreifende Installationen.

In ihrer künstlerischen Sprache verbindet Trip die fragile Schönheit der Natur mit einer klaren formalen Ordnung. Ihre Arbeiten wirken meditativ und zugleich streng komponiert – Stillleben unserer Zeit, die Fragen nach Vergänglichkeit, Erinnerung und Dauer stellen.

Werke und Materialien

Die von Hilde Trip verwendeten Materialien sind reich an Symbolik. Pusteblumen verweisen auf Vergänglichkeit und den flüchtigen Moment, Samen stehen für Erneuerung und Transformation, Blätter für zyklisches Wachstum und Wiederkehr. Pfauenfedern, seit der Renaissance Sinnbild für Schönheit und Eitelkeit, tauchen in ihren Arbeiten als strukturgebendes Element auf.

Anstelle gemalter Darstellungen rekonstruiert Trip die Natur direkt. Die organischen Materialien werden zu geometrischen Ordnungen, seriellen Strukturen oder ruhigen Bildfeldern verdichtet, deren botanischer Ursprung sich oft erst bei genauer Betrachtung erschließt.

Vita

Hilde Trip (*1980) wuchs auf einem Bauernhof im Norden der Niederlande auf. Ihre frühe Verbundenheit mit der Natur prägte ihren späteren künstlerischen Weg. Nach einer Ausbildung zur Floristin studierte sie an der Dutch Floral Master Academy in De Lier, der einzigen Kunstakademie für Floristen.

Arbeitsaufenthalte in New York und Japan erweiterten ihren Blick auf Material, Raum und künstlerische Praxis. Heute lebt und arbeitet Hilde Trip in Emmen (NL) und wird von internationalen Galerien vertreten. 2024 erhielt sie den Kulturpreis der Stadt Emmen.

Ihre enge Verbundenheit mit der Natur wurzelt in ihrer Kindheit auf einem Bauernhof im Norden der Niederlande, wo sie schon früh die Schätze von Feldern und Wäldern sammelte. Ihr Weg begann mit einer Ausbildung zur Floristin und führte sie schließlich an die Dutch Flower Master Academy in Delft – die einzige Kunstakademie für Floristen –, wo sie lernte, Materialien neu zu betrachten und eine intuitive, experimentelle Arbeitsweise zu entwickeln. Aufenthalte in Japan und New York erweiterten ihren Horizont, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrte und dort ihr Atelier gründete, in dem sie bis heute arbeitet.

Trips Kunst trägt die Resonanz jahrhundertealter Traditionen, spricht jedoch mit einer zeitgenössischen Stimme. Ganz wie die Stilllebenmaler des niederländischen Goldenen Zeitalters – etwa Rachel Ruysch oder Jan Davidsz. de Heem – arbeitet sie mit der Fragilität der Natur, doch anstelle gemalter Abbilder konstruiert sie diese direkt neu. Jede Jahreszeit bietet eine eigene Palette aus Blättern, Blüten, Federn und Samen, die sie sammelt, trocknet, dekomponiert und in organischen oder geometrischen Formen neu zusammensetzt.

Die von ihr gewählten Materialien sind reich an Symbolik. Pfauenfedern, die schon in Renaissance- und Barockkunst gefeiert wurden, stehen für Unsterblichkeit, Schönheit und Eitelkeit. Pusteblumen, zerbrechlich und vergänglich, erinnern an die Vanitas-Tradition: Ihre verwehenden Samen symbolisieren das kurze Leben und die Vergänglichkeit. Samen selbst verweisen auf Fruchtbarkeit, Erneuerung und Verwandlung – Symbole, die sich sowohl in der religiösen Ikonografie als auch in weltlichen Allegorien wiederfinden. Blätter, ob fein geädert oder monumental, verkörpern die ewigen Zyklen von Wachstum, Verfall und Wiedergeburt. In Trips Händen werden diese Symbole auf Linien, Strukturen und Rhythmen reduziert – und offenbaren ihre botanischen Ursprünge erst beim genauen Hinsehen.

Ihr Schaffensprozess ist zutiefst intuitiv: Ein Arbeitsschritt geht mühelos in den nächsten über, Ideen entstehen bei Spaziergängen durch den Wald oder über blühende Wiesen. In diesem meditativen Rhythmus verleiht sie dem Fragilen Dauer, verwandelt es in zeitgenössische Stillleben, die sowohl die Schönheit der Natur feiern als auch deren Vergänglichkeit thematisieren. In modernen wie klassischen Interieurs entfalten ihre Werke eine ruhige Präsenz – und die organischen Materialien verbessern zugleich die Raumakustik, wodurch sie nicht nur das Auge, sondern auch das Ohr bereichern.

In Hilde Trips Werk verschmelzen Kunstgeschichte und Symbolik mit einer zeitgenössischen Sensibilität: Federn als Sinnbilder der Ewigkeit, Pusteblumen für die Vergänglichkeit, Samen als Zeichen der Wiedergeburt, Blätter als Sinnbild des ewigen Kreislaufs. Durch ihre Kunstwerke wird die Sprache der Natur zeitlos und modern zugleich – fragil und doch beständig, kontemplativ und lebendig.​

Biografie

*1980

 

2024              

Kulturpreis der Stadt Emmen, NL 

seit 2019       

freischaffende Künstlerin 

seit 2008      

freischaffende Art Directorin, Designerin

2007              

Arbeitsaufenthalt in New York, USA 

2004-06      

Dutch Floral Master Academy - De Lier, NL

2001               

Arbeitsaufenthalt in Japan

1997–01        

Ausbildung zur Floristin 

​​

Kunstsammlungen

Cosnova GmbH, Sulzbach, DE

Flower Art Museum, Amsterdam, NL

Privat- und Unternehmenssammlungen weltweit

Ausstellungen und Kunstmessen

2025

Art Toronto, Schlieder Contemporary, Toronto, CA

PAN Amsterdam, Rademakers Gallery, Amsterdam, NL

Galerie Paul Jansen - St. Tropez, FR

Schlieder Contemporary - Frankfurt

Kunst Rai Amsterdam, Rademakers Gallery, Amsterdam, NL

Enter Art Fair, Rademakers Gallery, Kopenhagen, DK

2024

PAN Amsterdam, Rademakers Gallery, Amsterdam, NL

PAD London - Rademakers Gallery, London GB

art Karlsruhe, Schlieder Contemporary - Karlsruhe , DE (One-Artist-Show)

Flower Art Museum - Amsterdam, NL

Domain Oogenlust - Eersel, NL

Lucinda Dalton Gallery - London, GB

Galerie Année - Haarlem, NL

2023

Städtische Galerie Neunkirchen - Neunkirchen, DE (Institution)

Schlieder Contemporary - Frankfurt, DE(Solo zum Saisonstart der Frankfurter Galerien)

Galerie Paul Jansen - St. Tropez, FR

Domain Oogenlust - Eersel, NL

Lucinda Dalton Gallery - London, GB

Galerie Année - Haarlem, NL

2022

Schlieder Contemporary - Frankfurt, DE

Buitenplaats Doornburgh, Maarssen, NL

Galerie Paul Jansen - St. Tropez, FR

Domain Oogenlust - Eersel, NL

Lucinda Dalton Gallery, London, GB

Galerie Année, Haarlem, NL

2021 

Positions Art Fair  - Schlieder Contemporary - Berlin, DE

Masterly - Den Haag, NL

Arthus Gallery - Brüssel, BE

Schlieder Contemporary - Frankfurt, DE

Galerie Paul Jansen - St. Tropez, FR

Domain Oogenlust - Eersel, NL

Lucinda Dalton Gallery, London, GB

2020

Schlieder Contemporary - Frankfurt, DE

Galerie Paul Jansen - St. Tropez, FR

Galerie Année, Haarlem, NL

Naarden The Art Fair - Galerie Année, Naarden, NL

2014-2018
The Wunderkammer - Amsterdam, NL

 © 2026 by Schlieder Contemporary Datenschutzerklärung

Schlieder Contemporary  Berliner Straße 32  60311 Frankfurt am Main

Folgen Sie uns auf: 

  • Instagram Profil Schlieder Contemporary
  • Linked In Profil Schlieder Contemporary
  • Pinterest Profil Schlieder Contemporary
  • Facebook Profil Schlieder Contemporary
bottom of page