John Franzen (Maastricht, NL)

John Franzen  setzt sich mit Mathematik, Physik, Medizin, Biotechnik, innovativen Themen und der Frage auseinander, wie man die Dinge anders betrachten könnte. Er schafft abstrakte, minimalistische Kunstwerke durch das Einwirken existenzieller Kräfte und Energien wie Feuer, Blut, Atem, Schießen und Zerschlagen. Für mehr Infos zum Künstler scrollen Sie nach unten.

Der Künstler wurde 1981 geboren und wuchs als Einzelkind berufstätiger Eltern auf. Seine Jugend war geprägt von häufigen Umzügen und Instabilität, was dazu führte, dass er wenige soziale Beziehungen aufbauen konnte und oftmals alleine Zuhause bleiben musste. Diese Umstände bewirkten, dass er eine große Angst vor der Nacht und der Dunkelheit entwickelte. Seine Angst kanalisierte er schließlich in Zeichnungen, die für ihn eine Flucht aus seiner Einsamkeit und in seine eigene kreative Welt bedeuteten. Seitens seiner Familie gab es keine Berührungspunkte zur Kunst in Form von kreativer Förderung oder Museumsbesuchen, so dass er eine starke Wechselbeziehung zwischen seiner eigenen Kreativität und der äußeren Kunstwelt aufbaute.

 

Der Künstler besuchte ab dem 15. Lebensjahr das Robert Schuman Institut in Eupen/Belgien, wo seine Kreativität stark gefördert und wahrgenommen wurde. Nach der Schulzeit arbeitete er zwei Jahre lang als Holzfäller und kreativer Naturpädagoge für Kinder. Die Erfahrungen, die er dort sammelte, eröffneten ihm neue Perspektiven, in Medien zu arbeiten, die über die Zweidimensionalität hinaus gingen und weckten sein Interesse an körperlicher kreativer Arbeit.

 

Von 2003 bis 2008 studierte er an der Kunstakademie in Maastricht, deren sehr strukturierter Unterricht ihm eine stabile Ausbildung ermöglichte und eine starke Arbeitsmoral sowie künstlerischen Hintergrund verschaffte. Obwohl sie keine enge Verbindung pflegten, erschütterte kurz vor seinem Abschluss der Tod seines Vaters den Künstler stark und stellte einen Wendepunkt in dessen Leben dar - sowohl privat als auch beruflich. Er wurde spiritueller, begann mit Meditation, die seinen Geist beeinflussen sollte. Sein Werk wandte sich grundlegend von der Gegenständlichkeit hin zur Abstraktion und wurde introspektierter. Sein Schaffen teilte sich nun in die performative Kunst und seinen persönlich spirituellen Kreativprozess. 

Seither erarbeitet John Franzen serielle Werkgruppen: Cosmology, Pristine, Singularity Flux, One Line, Each Line One Breath, The Creator's Inability to Overcome the Narcissistic Universe, Darkness, Someone Died. 

 

 © 2019 by Schlieder Contemporary 

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